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Imagestudie: Kunden schätzen Baumarktbranche auch nach Praktikerinsolvenz

Die Insolvenz der Baumarktkette Praktiker hat das Image der Bau- und Heimwerkermarktbranche insgesamt nicht beeinträchtigt. Aus Sicht der Kunden der Bau- und Heimwerkermärkte sind vielmehr Managementfehler und eine verfehlte Preispolitik die Gründe für die Insolvenz – Ursachen, die die sie als rein firmenindividuelles und nicht als generelles Problem der Baumarktbranche ansehen. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Auswirkungen der Praktikerinsolvenz auf das Branchenimage der Bau- und Heimwerkermärkte“ des Kölner Marktforschungsunternehmens Market Bird GmbH.

 

Der Studie zufolge hat die Praktikerinsolvenz das Image der Bau- und Heimwerkermarktbranche nicht verändert. Auf die Frage nach dem Einfluss der jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen bei der Baumarktkette auf das generelle Branchenimage gaben die befragten Kunden an, dieses werde nicht durch die aktuellen Vorkommnisse beeinflusst. Laut Studie hat sich dabei das Branchenimage bei den Bau- und Heimwerkermarktkunden ausgehend von einer generellen Zufriedenheit mit dem Leistungsportfolio der Baumarktbranche seither sogar leicht verbessert. Die Gründe der Insolvenz von Praktiker sind den Baumarktkunden zufolge hausgemacht: 42 Prozent aller Befragten sehen Managementfehler als Hauptgrund für die Praktikerinsolvenz an, 30 Prozent machen eine verfehlte Preispolitik für die wirtschaftliche Entwicklung verantwortlich. Als weitere Gründe nennen die Kunden mangelnde Kompetenz bei der Produktauswahl (10 Prozent), einen unzureichenden Kundenservice (10 Prozent) und ein nicht befriedigendes Beratungsangebot (9 Prozent).

 

Gründe für Praktikerinsolvenz nicht generelles Problem der DIY-Branche

 

Diese Ursachen sind der großen Mehrheit der befragten Kunden zufolge allerdings rein firmenindividuelle Probleme bei Praktiker. So sehen mehr als vier Fünftel aller Befragten (82 Prozent) in den Gründen für die Praktikerinsolvenz keine Ursachen, die ein generelles Problem der Branche darstellen. „Dieses Ergebnis bestätigt, dass das Image der Bau- und Heimwerkermärkte insgesamt nicht negativ beeinflusst wird“, kommentiert BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst das Resultat der Kundenbefragung. „Die Studie zeigt, dass der Baumarktkunde das jeweilige Leistungsspektrum der Marktteilnehmer, ihre Sortimentskompetenz und Kundenorientierung bewusst und differenziert wahrnimmt und nach wie vor die Bau- und Heimwerkermarktbranche als einen innovativen, kundenorientierten und zukunftsfähigen Wirtschaftszweig schätzt“. Der Kunde verweigere sich nicht dem Format ‚Baumarkt’ als solchem, sondern gehe nach wie vor gerne in die Bau- und Heimwerkermärkte, der Trend zum Selbermachen sei seit Jahren ungebrochen. Diesen Trend gelte es auch weiterhin mit aktiver und innovativer Vertriebsarbeit fortzuführen, positive Umsatztrends im DIY-Markt zu setzen und mit attraktiven Produkten und innovativen Projekten den Kunden anzusprechen.

 

Die Studie „Auswirkungen der Praktikerinsolvenz auf das Branchenimage der Bau- und Heimwerkermärkte“ des Marktforschungsunternehmens  Market Bird im Auftrag des BHB basiert auf insgesamt 1.500 persönlichen Interviews von Bau- und Heimwerkermarktkunden am Point of Sale an sechs unterschiedlichen Unternehmensstandorten in Nordrhein-Westfalen. Die Interviews wurden innerhalb von fünf Tagen im Oktober 2013 geführt. Bei der Mehrheit der Befragten handelt es sich dabei um Stammkunden, die Bau- und Heimwerkermärkte aus privaten, nicht gewerblichen Gründen aufsuchten: So gaben 64 Prozent aller Befragten an, mehr als zehnmal jährlich Bau- und Heimwerkermärkte zu besuchen.

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