Jobzufriedenheit: Fast jeder Zweite ist wechselbereit

Die deutschen Arbeitnehmer sind sich uneinig: Mehr als jeder Zweite ist mit seinen Arbeitsbedingungen zufrieden. Doch fast die Hälfte wäre bereit, in den nächsten zwölf Monaten den Job zu wechseln. Das sind zentrale Ergebnisse der aktuellen bevölkerungsrepräsentativen Studie „Jobzufriedenheit 2017" des Personaldienstleisters Manpower. Dafür wurden im März dieses Jahres 1018 Bundesbürger zwischen 18 und 65 Jahren online befragt.

55 Prozent der Bundesbürger sind der Studie zufolge insgesamt zufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen. 51 Prozent fühlen sich fair bezahlt. Dass die vereinbarten Arbeitszeiten eingehalten werden, geben 48 Prozent an. 39 Prozent würden ihren Arbeitgeber Freunden weiterempfehlen.

Doch immerhin 46 Prozent der Angestellten hierzulande würden ihre Arbeitsstelle in den nächsten zwölf Monaten wechseln. Die Hauptmotivation für einen Jobwechsel ist laut Befragung dabei das Gehalt: Fast ein Viertel (23 Prozent) sucht gezielt nach einer Position mit besserer Bezahlung – das sind zwei Prozent mehr als noch im Vorjahr. 17 Prozent haben das Gefühl, dass ihre Arbeit nicht anerkannt wird; 2016 waren es noch 13 Prozent. 14 Prozent beklagen ein schlechtes Arbeitsklima, dies sagten im letzten Jahr erst elf Prozent der Beschäftigten. Zwölf Prozent gegenüber zehn Prozent in 2016 macht die aktuelle Tätigkeit keinen Spaß.

Die Umfrage zeigt jedoch auch positive Entwicklungen: 39 Prozent der Befragten erhalten regelmäßig Weiterbildungen, das entspricht einem Anstieg von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ebenfalls 39 Prozent geben an, dass es in ihrem Unternehmen flexible Arbeitszeitmodelle gibt. Auch das sind sieben Prozent mehr als in 2016. Unternehmen sind inzwischen auch öfter dazu bereit, ihre Mitarbeiter von zuhause aus arbeiten zu lassen: 23 Prozent der Arbeitnehmer geben an, dass sie die Möglichkeit haben, ihre Aufgaben im Home Office zu erledigen – im Vorjahr waren es lediglich 14 Prozent. Die Familienfreundlichkeit der Arbeitgeber hat sich nach Ansicht der Umfrageteilnehmer ebenfalls verbessert; jeder Dritte (33 Prozent) bezeichnet seinen Arbeitgeber als familienfreundlich, sechs Prozent mehr als 2016. Darüber hinaus sagen heute 19 Prozent der Deutschen, im Unternehmen würde ihre Karriere aktiv gefördert – auch hier beträgt der Anstieg sechs Prozent.

Eine Übersicht der Studienergebnisse steht HIER >  zum Download bereit.

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