Talent-Management nimmt an Bedeutung zu

Talent-Management ist für Mehrheit der Unternehmen im deutschsprachigen Raum wichtig, um auf die demografische Entwicklung erfolgreich reagieren zu können. Das zeigt die aktuelle E-Learning Benchmarking Studie 2017, die Cornerstone OnDemand gemeinsam mit dem eLearning Journal und dem Didacta-Verband durchgeführt hat.

Befragt wurden 758 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region), davon der größte Teil (77,2 Prozent) in Deutschland. Rund 41 Prozent der Befragten kommen aus dem Bereich Human-Resources, knapp 38 Prozent aus den Abteilungen Fort- und Weiterbildung sowie E-Learning.

Fast acht von zehn Unternehmen (79 Prozent) in der DACH-Region schätzen den Mangel an geeigneten Kandidaten für Fachpositionen als relevant bis sehr relevant ein. 78 Prozent bewerten die Identifikation und Erfassung von Wissens- und Kompetenzträgern als wichtig bis sehr wichtig. Nicht nur in Branchen, in denen ein Fachkräftemangel herrscht wie im Gesundheits- und Pflegesektor, ist Talent-Management von Bedeutung, um geeignete Mitarbeiter zu identifizieren und zu fördern. So können wichtige Positionen besetzt werden und außerdem wird sichergestellt, dass alle benötigten Kompetenzen im Unternehmen vorhanden sind.
Insgesamt gaben 42,2 Prozent der Studienteilnehmer an, dass Talent-Management eine hohe Bedeutung für das Unternehmen zukommt. 38,7 Prozent schreiben ihm eine moderate Bedeutung zu. Je größer das Unternehmen, umso höher die Relevanz, doch auch in mittelständischen Unternehmen messen 70 Prozent der Befragten Talent-Management eine moderate bis hohe Bedeutung bei.

Knapp 42 Prozent der Unternehmen in den drei Ländern setzen Systeme für Talent-Management ein. Rund 33 Prozent davon haben ein System im Einsatz und neun Prozent nutzen mehrere Systeme. 27 Prozent planen eine Nutzung solcher Lösungen. Der häufigste Grund dafür, keine Talent-Management-Systeme einzusetzen, ist der Studie zufolge für 39 Prozent der Befragten das fehlende Budget, vor allem in kleinen Betrieben. Als weitere Gründe nannten die Personaler unter anderem Bedenken bei der Geschäftsführung oder beim Betriebsrat sowie Vorbehalte wegen des Datenschutzes in größeren Unternehmen.

Die Studie kann hier zum Download angefordert werden.

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